Tag-Archiv | Roman

Buchrezension: „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga

Ich habe eine längere Auszeit genommen und viele Dinge in meinem Leben neu strukturiert. Jetzt bin ich bereit, um auch meinen Blog wieder intensiver betreuen zu können.

Den Anfang macht eine Buchrezension, ich lese gern und bin diesem Hobby in den letzten Wochen wieder verstärkt nachgekommen, da ich beim Lesen wunderbar abschalten kann.

Ich habe über randomhouse.de den Roman „Das Haus in der Nebelgasse“ von Susanne Goga kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen und meine Eindrücke folgen nun.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Verlag: DIANA Verlag     Seiten: 447     ISBN: 978-3-453-35885-0     Preis: 9,99€

Zur Autorin

Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Sie wurde mit dem DeLiA-Literaturpreis sowie dem Goldenen Homer ausgezeichnet und ist seit 2016 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Zum Inhalt

London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt…..

Der erste Satz: „London, Juli 1665, Katie wankte die Treppe hinunter, glitt aus und konnte sich gerade noch an den rauen Mauersteinen abstützen, sonst wäre sie gefallen.“

Mein Eindruck

Ich lese historische Romane mit großer Begeisterung, weil ich stets eine Zeitreise in fremde Epochen erleben darf. So auch hier: der Roman beginnt mit einem Prolog, welcher das London von 1665 vor meinem geistigen Auge lebendig werden läßt. Eine Zeit voller Entbehrungen und Schmerz, denn die Pest wütet.

Der darauf folgende Zeitsprung versetzt mich in das Jahr 1900. Ich treffe die junge Lehrerin Matilda Gray, welche an einer Mädchenschule unterrichtet. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres verschwindet ihre Lieblingsschülerin Laura Ancroft spurlos…… Es folgt eine spannende Suche, wo jeder Lösungsschritt neue Rätsel zu Tage befördert.

Die Autorin versteht es perfekt, den Leser an die Hand zu nehmen und die ganze Erzählung erlebbar zu machen. Historisch detailierte Beschreibungen von Gebäuden, Straßen, Plätzen und Ereignissen sorgen für Lebendigkeit und machen alles authentisch.

Dieser Roman hat mir sehr viele unterhaltsame Lesestunden beschert. Besonders hat mir die Atmospährenvielfalt gefallen: geheimnisvoll, düster und dunkel auf der einen Seite und eine heiter, gemütliche Stimmung in Mathildas Wohnung.

Mein Urteil

Ein tolles Gesamtpaket. Hier passt alles zusammen. Der Titel spiegelt sich in der erzählten Geschichte wieder. Auch das Cover finde ich persönlich sehr ansprechend. Weiterhin findet man interessante Anmerkungen der Autorin zur Entstehung dieses Romans.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für eine großartige Erzählung um ein dunkles Geheimnis. Wer historische Familienromane liebt und sein Herz an die Stadt London verloren hat, kommt hier voll auf seine Kosten.

Es war ein Genuss der Sprache von Susanne Goga zu folgen: in sich stimmig, spannungsgeladen und detailverliebt. „DANKE!“ für diesen wunderschönen Roman, welchen man HIER bestellen kann.

 

Advertisements

Buchrezension: „Die Überlebenden von Sagunt“ ein Hannibal-Roman von Jonathan Lerros

Ich  habe in letzter Zeit wieder einige Romane beendet und möchte diese Plattform gern nutzen, um meine Lese-Eindrücke in Form von Rezensionen zu veröffentlichen.

Beginnen möchte ich mit einem historischen Roman, welcher in der Antike angesiedelt ist und ein historisch belegtes Ereignis beschreibt.

Die Überlebenden von Sagunt – Autor: Jonathan Lerros

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Verlag: Amazon Publishing     Seiten: 350     ISBN: 978-1-503-93992-9     Preis: 9,99€

Zum Autor

Jonathan Lerros  ist das Pseudonym des Schriftstellers Günter Krieger, der bereits mehr als zwanzig Historienromane veröffentlicht hat. Mit „Die Überlebenden von Sagunt“, Auftakt einer Reihe um das epische Ringen des Karthagers Hannibal gegen Rom, betritt er nun die Schlachtfelder der Antike. Lerros lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln.

Zum Inhalt

Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden….

Der erste Satz: „Iberien, 234 v. Chr., Maharbal war Hannibals bester Freund.“


Mein Eindruck

Ich lese historische Romane sehr gern und lasse mich in fremde Welten entführen. Bisher habe ich keinen Roman aus dieser Zeitepoche gelesen, umso mehr war meine Neugier geweckt.

Bereits das Cover in Verbindung mit dem Titel kurbelt meine Gedankenwelt an und ich kann mich auf eine spannende Reise in die Antike begeben.

Der Roman bezieht sich auf ein historisch belegtes Ereignis. Die Stadt Sagunt wird von den Karthager erobert und zerstört. Doch es gibt Überlebende, darunter die Zwillinge Eirene und Kimon. Während viele versklavt werden, dürfen die beiden Kinder einem Wundarzt zur Hand gehen….. Es beginnt eine fesselnde, sowie dramatische Geschichte. Alles geschieht vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen Rom und Karthago. Die vorherrschenden Lebensbedingungen und die Praktiken der Wunderte sind authentisch und verständlich niedergeschrieben. Der etwas zu moderne Schreibstil ist schnell und fließend lesbar und trägt zum Erfolg des Romanes bei.

Die Erlebnisse der Kinder wirken bedrückend, machen traurig. Die kriegerischen Auseinandersetzungen sind grausam und trotzdem informativ dargestellt. Auch das Thema Sklaverei wird von vielen Seiten beleuchtet und trotzdem gab es auch damals bereits Träume, welche wahr werden konnten.


Mein Urteil

Für mich ein sehr gelungener historischer Roman. Ich war fasziniert von den Schilderungen über Hannibals. Der Autor hat ein rundum zusammenhängendes und gut strukturiertes Buch vorgelegt, welches mir pures Lesevergnügen bereitet hat. Der Schluß ist offen gestaltet und Fragen werden nicht beantwortet, wann gibt es eine Fortsetzung??

Bei Interesse kann man das Buch HIER bestellen.

Buchrezension: „Die Rebellin von Mykonos“ von Martina Kempff

Und wieder habe ich einen Roman beendet. Meine Eindrücke zu „Die Rebellin von Mykonos – Der Traum vom freien Griechenland“ habe ich in folgenden Sätzen festgehalten.


OLYMPUS DIGITAL CAMERA

ISBN: 978-3-945025-42-0     Seiten:   400(Taschenbuch)     Preis:   13,90€

Verlag:   Ammianus Verlag

Zur Autorin

1950 in Stuttgart geboren, Weltenbummlerin und Heimat-
verbundene, Journalistin und Vollblutautorin …
Ihr Erstling „Die Marketenderin“ erschien 1998 im Weitbrecht
Verlag, seitdem folgten fünfzehn erfolgreiche historische und
zeitgenössische Romane, darunter die Eifelkrimis aus der Kehr
und die Romane über die Frauenschicksale rund um Karl den
Großen. Für die Neuausgabe der „Marketenderin“ stürzte sie
sich siebzehn Jahre später noch einmal in die Tagebuchauf-
zeichnungen aus dem Russlandfeldzug, in die Geschichte ihrer
Vorfahrin sowie in die Recherche rund um Napoleon. Ihr
zweiter und dritter Roman, „Die Rebellin von Mykonos“ und
„Die Schattenjägerin“, folgen, ebenfalls überarbeitet, im
Jahr 2016 im Ammianus-Verlag!

Zum Inhalt

1821 – Die griechische Bevölkerung rebelliert gegen die Herrschaft der Osmanen. Vierhundert Jahre Fremdbestimmung neigen sich dem Ende zu. Mitten in die Wirren des beginnenden Freiheitskampfs wird Mando Mavrojenous hineingezogen,
eine junge Aristokratin, die zunächst nur gegen die Zwänge in ihrem Elternhaus aufbegehrt. Bald aber stellt sie sich als mutige Kämpferin an die Spitze der Rebellen auf ihrer Heimatinsel Mykonos. Sie opfert ihren Brautschatz für die griechische Flotte und findet Anerkennung in einem von Männern geprägten Umfeld. Doch in tiefster Seele bewegt sie etwas anderes: Der leidenschaftliche Hass auf den unbekannten Mörder ihres Vaters und die verbotene Liebe zu ihrem Cousin Marcus. Hin- und hergerissen zwischen Berufung und Gefühlen läuft die junge Griechin Gefahr, alles zu verlieren …

Der erste Satz: „Der Schrei ihrer Mutter klang Mando Mavrojenous noch in den Ohren, als sie über die schmale Gasse an den Schweinen vorbei zum Hafen eilte, um einen Schiffer zu beauftragen, ihre Schwester Irini aus Tinos zu holen.“

Mein Eindruck

Ich lese sehr gern historische Romane und da bisher noch keiner mit griechischen Schauplätzen vertreten war, weckte „Die Rebellin von Mykonos“ mein Interesse.

Da dieser Roman viel Hintergrundwissen über die osmanische Herrschaft und die politischen Wirren um 1821 vermitteln möchte, habe ich zuerst die letzten 30 Seiten gelesen. Dies war zwar interessant, für mich aber zu umfangreich und nicht zum Buch passend.

Der eigentliche Roman spielt auf den griechischen Inseln Tinos, Mykonos und Paros in der Zeit des beginnenden Freiheitskampfes in welchem die junge Adlige Mando sich immer mehr verstrickt. Sie stellt ihr ganzes Vermögen zur Verfügung und steigt zur Spitze der Rebellen auf.

Leider wird die Geschichte um die Befreiung Griechenlands von den Osmanen sehr schnell in den Hintergrund gestellt. Vielmehr wird die heimliche Liebesbeziehung von Mando zu ihrem Cousin Marcus zum Hauptschwerpunkt des Romans. Es gibt etliche erotische Szenen, welche in meinen Augen nicht so recht zum Buch passen. Auch konnte ich zur Romanfigur Mando nicht wirklich eine Beziehung aufbauen, sie handelt sehr egoistisch und schamlos, um eigene Vorteile geltend zu machen.

Mein Urteil

Viele Ansätze sind interessant gewählt: der Freiheitskampf, die verbotene Liebesbeziehung zwischen Mando und Marcus, die örtlichen Schauplätze. Trotzdem konnte ich diesen Roman nicht mit der gewohnten Lesefreude erkunden, denn auch der Schreibstil war an vielen Stellen nicht mein Freund. Auch die vielen ähnlich klingenden Namen verwirrten mich etwas.

Der Roman „Die Rebellin von Mykonos“ konnte mich nicht in seinen Bann ziehen. Meine Erwartungen erfüllten sich nur bedingt, was ich schade finde, da der Titel viel verspricht.

Buchrezension: „Die gestohlenen Stunden“ von Sarah Maine

Ich habe vor wenigen Tagen den Roman „Die gestohlenen Stunden“ von Sarah Maine beendet. Nachfolgend habe ich meine Gedanken zum Buch niedergeschrieben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

ISBN: 978-3442483426     Seiten:   446     Preis:   9,99€

Verlag:   Goldmann

Zur Autorin

Sarah Maine wurde in England geboren, wuchs dann aber in Kanada auf, bis sie in ihre Heimat zurückkehrte, um Architektur zu studieren. Schon als Kind lernte sie die einzigartige Schönheit Schottlands lieben, wenn sie dort mit ihren Eltern Urlaub machte, eine Tradition, die sie heute mit ihrer Familie fortführt. Sarah Maine lebt in York im Nordosten Englands.

Zum Inhalt

Bhalla House, einst herrschaftlicher Stammsitz der Familie, ist wenig mehr als eine Ruine, als Harriet Deveraux auf der entlegenen Insel in den schottischen Hebriden ankommt, um ihr Erbe anzutreten. Doch der verheerende Zustand des Gebäudes bleibt nicht die einzige Überraschung: Unter den morschen Bodendielen wird ein menschliches Skelett gefunden, daneben ein Medaillon mit einer Haarlocke und einer Feder. Die Frage, welches Schicksal sich hinter diesem Fund verbirgt, lässt Harriet nicht mehr los, und sie stößt auf eine tragische Geschichte von Liebe und Verrat. Eine Geschichte, die sich hundert Jahre zuvor hier ereignet hat, deren Schatten aber bis in Gegenwart reicht …

Der erste Satz: „Die Frau, eine dunkle Silhouette vor grauen Mauern, schaute kurz von der alten Auffahrt aus hinauf zu den mit Brettern vernagelten Fenstern, bevor sie dem Haus den Rücken zukehrte und zu dem Feuer am Strand hinunterging.“

Mein Eindruck

Wie bei so vielen Romanen hat mich auch hier das Cover sehr angesprochen und in Verbindung mit dem Titel „Die gestohlenen Stunden“ war mein Leseinteresse geweckt.

Man begibt sich auf die schottischen Hebrideninseln und besucht den heruntergekommenen Landsitz Bhalla House. Die neue Erbin Harriet wollte ein Luxushotel aufbauen, doch dabei stößt sie auf viele Schwierigkeiten. Als auch noch eine skelettierte Leiche gefunden wird, beginnt ein unglaubliches Abenteuer.

Von der Gegenwart reist man ins Jahr 1910 und betritt einen herrschaftlichen Stammsitz der Familie um den Maler Theo Blake und seiner Ehefrau Beatrice. Dieser Roman von Sarah Maine spielt wie schon erwähnt auf zwei Zeitebenen, zwischen denen stets gewechselt wird. Beide Stränge werden spannend beschrieben. Die Autorin bringt dem Leser durch ihren ausdrucksstarken Schreibstil die Insel mit ihren Bewohnern und ihrer Tierwelt sehr nahe. Sie werden lebendig in ihrem Denken und Handeln und ich als Leser werde Teil dieser Gemeinschaft.

Etwas verwirrend fand ich den Umgang mit den zeitlichen Angaben. Unter jedem Kapitel wird nur eine Jahreszahl angegeben, dies hatte bei mir zur Folge, dass ich öfters kein Zeitgefühl entwickeln konnte, ob Tage oder sogar Monate vergangen waren.

Mein Urteil

Schöne Familiengeschichte, welche mit anschaulichen Naturbeschreibungen punktet. In einigen Situationen hätte ich mir mehr Tiefgründigkeit vorstellen können, doch trotzdem hat mir dieser Roman  entspannende Lesestunden gebracht.

Bei Interesse kann man den Roman HIER bestellen.

Buchrezension: „Between the Lines – Wilde Gefühle“ von Tammara Webber

Ich habe das Lesen wieder für mich entdeckt und kann nach einem anstrengenden Tag dabei wunderbar entspannen. Dank der Plattform bloggdeinbuch.de bekam ich Gelegenheit den Roman „Between the Lines: Wilde Gefühle“ von Tammara Webber zu rezensieren.



Roman_WildeGefühle.JPG

Zur Autorin

An Ideen für Geschichten mangelt es der New York Times-Bestsellerautorin Tammara Webber nie. Schon als junge Mutter schrieb sie über die Dinge, die ihr wichtig waren: Gefühle und Beziehungen. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie auf eigene Faust im Internet und fand kurz darauf einen Verlag. Seitdem ist Tammara Webber mit ihren New-Adult-Romanen Stammgast auf den Bestsellerlisten und berührt die Herzen von Lesern auf der ganzen Welt.

ISBN:   9783956492891     Seiten:   338     Preis:   9,99€ als Taschenbuch

Verlag:   Mira Taschenbuch

Zum Inhalt

Eigentlich müsste Emma durchdrehen vor Glück: Sie soll die Hauptrolle in einem Block- buster spielen. Ihr Filmpartner ist niemand anderes als Hollywoods heißester Bad Boy Reid Alexander ! Der für sein ausschweifendes Sex- leben und seine Skandalpartys bekannt ist – und der alles daran setzt, sie zu verführen. Bei seinen Küssen bekommt Emma ganz weiche Knie. Doch ist es wirklich eine gute Idee, sich auf Reid einzulassen? Denn in Wahrheit fühlt sich Emma mit all dem Glamour nicht wohl. Außerdem ist da auch noch ihr sensibler Co-Star Graham Douglas, allerdings scheint dieser schon vergeben zu sein …

Der erste Satz: „Du wohnst bei deinen Eltern?“

Zum Cover

Ein rotes, hochglänzendes Herz auf neutralem Hintergrund. Nichts besonderes, mir persönlich etwas zu solide gehalten.

Mein Eindruck

Ich hatte schon viel Positives über die Autorin Tammara Webber gehört und wollte diesen Roman unbedingt lesen. Er bildet den Auftakt zu einer kompletten Reihe mit vier geplanten Teilen.

„Wilde Gefühle“ wird in zwei Perspektiven erzählt, jeweils in der Ich-Form von den beiden Hauptfiguren Emma und Reid. Die sich abwechselnden Abschnitte sind kurz gehalten und erzeugen eine gewisse Dynamik, welche in meinen Augen aber sehr oberflächlich in Sachen Tiefe der Geschichte ausfällt. Es wird zwar viel dramatisch geschildert, doch dies geschieht völlig emotionslos. Das Meiste wirkt vorhersehbar, mir fehlen überraschende Momente und Wandlungen im Romanverlauf. Alle Figuren sind platt gestrickt, eine Entwicklung findet kaum statt. Viele Klischees werden bedient: die schlimme Stiefmama, die Naive, der böse Junge, die Oberzicke….

Mein Fazit

Momentan ist meine Meinung zur Autorin eher zweigeteilt. Viele positive Kritiken zum Roman „Einfach. Liebe.“, doch eben auch mein sehr enttäuschter Eindruck zu „Between the Lines. Wilde Gefühle“. Ihr Schreibstil konnte mich nicht erreichen, keine Emotionen, keine Lebhaftigkeit, keinerlei Bilder im Kopf. Obgleich der Roman Jugendliche ansprechen soll und ich nicht zur Zielgruppe gehöre, finde ich diese Entwicklung sehr schade.

Da aber bereits der Folgeroman „Wie du mich liebst“ auf meinem Schreibtisch liegt, möchte ich der Autorin Tammara Webber noch eine Chance geben, um auch mein Leseherz zu erreichen.

Dieser Roman wurde mir von Bloggdeinbuch kostenlos zur Verfügung gestellt. Bestellen kann man HIER.

Die komplette Reihe

Teil 1 – Between the Lines: Wilde Gefühle
Teil 2 – Between the Lines: Wie du mich liebst

Teil 3 – Between the Lines: Weil du mich hältst (erscheint 1. Oktober 2016)
Teil 4 – Between the Lines: Weil du alles für mich bist (erscheint 1. Dezember 2016)

Buchrezension: „Der Kameliengarten“ von Sarah Jio

Heute möchte ich eine Rezension zum Roman „Der Kameliengarten“ von der Autorin Sarah Jio veröffentlichen.

Das Buch ist im Diana Verlag erschienen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

ISBN:   978-3-453-35847-8      Seiten:   369     Preis:   9,99€ als Taschenbuch

Zur Autorin

Sarah Jio ist Journalistin, Kolumnistin und Autorin und lebt mit ihrer Familie in Seattle, USA. Ihre Romane sind international erfolgreich und werden in 27 Ländern veröffentlicht.

Zum Inhalt

Der englische Landsitz Livingston Manor fasziniert Addison und ihren Mann schon bei ihrer Ankunft. Doch bald hören sie, dass das wunderschöne Haus von den Dorfbewohnern gemieden wird. Welches Geheimnis bergen die alten Mauern? Und wollten es die Erben deshalb so schnell loswerden? Addison ahnt, dass sich der Schlüssel zu ihren Fragen in dem jahrhundertealten Kameliengarten verbirgt. Immer tiefer verstrickt sie sich in die unheilvolle Geschichte der Familie Livingston – und spürt, dass es an der Zeit ist, sich auch ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen ……

Der erste Satz: „Mit zitternder Hand umklammerte die alte Frau ihre Teetasse.“

Zum Cover

Ich liebe Blumen, ich liebe Pastellfarben und genau deswegen hat mich der Einband neugierig gemacht.

Mein Eindruck

„Der Kameliengarten“ war der erste Roman, welchen ich von der Autorin Sarah Jio gelesen habe. Jedes Mal wenn ich ein Buch beginne, wo mir der Verfasser noch unbekannt ist, bin ich neugierig und voller Entdeckungsdrang hinsichtlich der Ausdrucksweise und dem Schreibstil.

Und bei diesem Roman wurde ich nicht enttäuscht. Von der ersten Seite bis zum letzten Wort habe ich es sehr gemocht. Die Handlung spielt zum einen um 1940 und erzählt eine tragische Geschichte über Flora. Beim zweiten Handlungsstrang befindet man sich in der Gegenwart und lernt Addison kennen. Beide Frauen verbindet das geheimnisvolle englische Landgut Livingston Manor mit seinem jahrhundertealten Kameliengarten.

Addison taucht immer mehr in die Vergangenheit ein und entdeckt eine markante Geschichte über eine tragische Verwechslung und eine unerfüllte Liebe. Auch Kamelien spielen eine besondere Rolle…

Sarah Jio erzählt sehr spannend und anschaulich. Und obwohl man ständig zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her wechselt, bleibt alles übersichtlich und nachvollziehbar. Der Roman ist abwechslungsreich gestaltet und hat mich Teil einer berührenden Geschichte werden lassen.

Mein Urteil

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und damit lässt sich der Roman gut lesen. Man möchte gar nicht mehr aufhören. Durch eine sehr bildhafte Erzählweise wird alles vorstellbar und man kann sich sein eigenes Kopfkino entstehen lassen.

Flora und Addison als Hauptcharaktere sind authentisch und sehr aussagekräftig. Ich fand beide von Anfang an sympathisch. Man erfährt von ihren Ängsten und Sorgen und möchte über beide eine schützende Hand legen.

„Der Kameliengarten“ war für mich ein absolutes Lese-Highlight. Spannend und temporeich erzählt, gewürzt mit mysteriösen Aspekten. Ein Muss für alle Fans von Liebesromanen!!

Bestellen kann man „Der Kameliengarten“ HIER.

Buchrezension: „Der Glanz von Südseemuscheln“ von Regina Gärtner

Ich habe in den letzten Wochen wieder einige Romane beendet und werde in den nächsten Tagen meine dazugehörigen Rezensionen veröffentlichen.

Beginnen möchte ich heute mit dem Roman „Der Glanz von Südseemuscheln“ von der Autorin Regina Gärtner.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dieser Roman erschien im HEYNE Verlag und ist eine Fortsetzung zu „Unter dem Südseemond“. Jedes Buch ist separat für sich lesbar, doch es empfiehlt sich bei Fortsetzungen stets die Reihenfolge zu beachten, um verschiedene Zusammenhänge noch besser verstehen zu können.

ISBN:   978-3-453-41819-6      Seiten:   621     Preis:   9,99€

Zur Autorin

Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Deutschlehrerin, Pressereferentin, Werbefachfrau und Public-Relation-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

Die Autorin lebt in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist, aber die die pazifische Region, vor allem Australien und Samoa, haben es ihr besonders angetan.

Regina Gärtner ist Mitglied bei Quo Vadis, dem Syndikat und den Mörderischen Schwestern. Sie schreibt Historische Romane, Liebesromane, Krimis und Kurzgeschichten.

Zum Inhalt

Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinandergefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreißt, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis….

Der erste Satz: „Alma beobachtete, wie der Postmann auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Haus zu Haus ging.“

Mein Eindruck

Man wird zurückversetzt ins Jahr 1914. Auch in der fernen Südsee ist der 1. Weltkrieg allgegenwärtig. Samoa wird von Neuseeland besetzt und dies bekommen viele deutsche Auswanderer, die mit dem deutschen Kaiserreich nichts mehr am Hut haben, zu spüren.

Die beiden Hauptakteure aus dem ersten Buch, Alma und Joshua, sind mittlerweile verheiratet und leben in Australien. Alma leidet sehr unter dem aufkeimenden Hass gegen deutsche Auswanderer. Sie verkauft kaum noch etwas. Im weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen Krieg, Leid, Verrat und Überlebenskampf das Leben der verschiedenen Romanfiguren. Doch zwischen vielen düsteren Momenten zeigt sich auch viel Gutes. Die Liebe überwindet viele Grenzen, echte Freunde sind unbezahlbar.

Das toll gestaltete Cover vermittelt einen idyllischen Eindruck über einen Ort, wo man gerne sein würde, um die Seele baumeln zu lassen. Doch auch solch ein Paradies kann gefährlich werden…..

Mein Urteil

Ein wunderbarer Roman zum Schmökern. Er entführt an traumhaft schöne Schauplätze ans andere Ende der Welt. Doch auch vor dieser Idylle macht der Krieg nicht halt….

Die Autorin Regina Gärtner erschuf eine erlebnisreiche, wenn auch fiktive Geschichte um Alma und ihre Familie. Ihr zauberhafter Schreibstil zog mich in seinen Bann und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los.

Bestellen kann man „Der Glanz von Südseemuscheln“ HIER.