Buchrezension: „Die Rebellin von Mykonos“ von Martina Kempff

Und wieder habe ich einen Roman beendet. Meine Eindrücke zu „Die Rebellin von Mykonos – Der Traum vom freien Griechenland“ habe ich in folgenden Sätzen festgehalten.


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ISBN: 978-3-945025-42-0     Seiten:   400(Taschenbuch)     Preis:   13,90€

Verlag:   Ammianus Verlag

Zur Autorin

1950 in Stuttgart geboren, Weltenbummlerin und Heimat-
verbundene, Journalistin und Vollblutautorin …
Ihr Erstling „Die Marketenderin“ erschien 1998 im Weitbrecht
Verlag, seitdem folgten fünfzehn erfolgreiche historische und
zeitgenössische Romane, darunter die Eifelkrimis aus der Kehr
und die Romane über die Frauenschicksale rund um Karl den
Großen. Für die Neuausgabe der „Marketenderin“ stürzte sie
sich siebzehn Jahre später noch einmal in die Tagebuchauf-
zeichnungen aus dem Russlandfeldzug, in die Geschichte ihrer
Vorfahrin sowie in die Recherche rund um Napoleon. Ihr
zweiter und dritter Roman, „Die Rebellin von Mykonos“ und
„Die Schattenjägerin“, folgen, ebenfalls überarbeitet, im
Jahr 2016 im Ammianus-Verlag!

Zum Inhalt

1821 – Die griechische Bevölkerung rebelliert gegen die Herrschaft der Osmanen. Vierhundert Jahre Fremdbestimmung neigen sich dem Ende zu. Mitten in die Wirren des beginnenden Freiheitskampfs wird Mando Mavrojenous hineingezogen,
eine junge Aristokratin, die zunächst nur gegen die Zwänge in ihrem Elternhaus aufbegehrt. Bald aber stellt sie sich als mutige Kämpferin an die Spitze der Rebellen auf ihrer Heimatinsel Mykonos. Sie opfert ihren Brautschatz für die griechische Flotte und findet Anerkennung in einem von Männern geprägten Umfeld. Doch in tiefster Seele bewegt sie etwas anderes: Der leidenschaftliche Hass auf den unbekannten Mörder ihres Vaters und die verbotene Liebe zu ihrem Cousin Marcus. Hin- und hergerissen zwischen Berufung und Gefühlen läuft die junge Griechin Gefahr, alles zu verlieren …

Der erste Satz: „Der Schrei ihrer Mutter klang Mando Mavrojenous noch in den Ohren, als sie über die schmale Gasse an den Schweinen vorbei zum Hafen eilte, um einen Schiffer zu beauftragen, ihre Schwester Irini aus Tinos zu holen.“

Mein Eindruck

Ich lese sehr gern historische Romane und da bisher noch keiner mit griechischen Schauplätzen vertreten war, weckte „Die Rebellin von Mykonos“ mein Interesse.

Da dieser Roman viel Hintergrundwissen über die osmanische Herrschaft und die politischen Wirren um 1821 vermitteln möchte, habe ich zuerst die letzten 30 Seiten gelesen. Dies war zwar interessant, für mich aber zu umfangreich und nicht zum Buch passend.

Der eigentliche Roman spielt auf den griechischen Inseln Tinos, Mykonos und Paros in der Zeit des beginnenden Freiheitskampfes in welchem die junge Adlige Mando sich immer mehr verstrickt. Sie stellt ihr ganzes Vermögen zur Verfügung und steigt zur Spitze der Rebellen auf.

Leider wird die Geschichte um die Befreiung Griechenlands von den Osmanen sehr schnell in den Hintergrund gestellt. Vielmehr wird die heimliche Liebesbeziehung von Mando zu ihrem Cousin Marcus zum Hauptschwerpunkt des Romans. Es gibt etliche erotische Szenen, welche in meinen Augen nicht so recht zum Buch passen. Auch konnte ich zur Romanfigur Mando nicht wirklich eine Beziehung aufbauen, sie handelt sehr egoistisch und schamlos, um eigene Vorteile geltend zu machen.

Mein Urteil

Viele Ansätze sind interessant gewählt: der Freiheitskampf, die verbotene Liebesbeziehung zwischen Mando und Marcus, die örtlichen Schauplätze. Trotzdem konnte ich diesen Roman nicht mit der gewohnten Lesefreude erkunden, denn auch der Schreibstil war an vielen Stellen nicht mein Freund. Auch die vielen ähnlich klingenden Namen verwirrten mich etwas.

Der Roman „Die Rebellin von Mykonos“ konnte mich nicht in seinen Bann ziehen. Meine Erwartungen erfüllten sich nur bedingt, was ich schade finde, da der Titel viel verspricht.

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